Als 14jähriges Mädchen begann Ella Schrader 1930 ihre Arbeit in derselben Fabrik, die einst die Mutter aus Polen angeworben hatte: in der "Bremer Jute Spinnerei und Weberei". Sie wollte raus aus der Fabrik.

Bei den Arbeitern im Hafen waren sie nicht sonderlich beliebt, die "Hafenförster". So titulierten sie die Zöllner, an deren Kontrollposten sie nach Feierabend jedesmal vorbei mussten. Da herrschte mitunter ein rauer Ton, wenn zum Beispiel die Körner für den heimischen Hühnerstall aus der Getreideverkehrsanlage im "Zampel" entdeckt wurden. Der "Zampel" war die Vorrichtung unter Jacke oder Mantel, in der das Schmuggelgut versteckt war. Die Vorschriften waren streng, auch in der Behörde, mitunter grenzten sie auch an absurdes Theater.

Schon in den 1920er Jahren bauten die ersten Bremer eine Art Kaisenhäuser im Grünen, auf Erbpachtland der Bauern. Der Senat sah das nicht gerne, duldete diese "wilden" Siedlungen angesichts des Wohnungmangels aber notgedrungen. "Wohnbuden" nannte er diese  kleinen Häuschen aus Holz, die aber meist größer waren als die nach dem 2. Weltkrieg legalisierten Kaisenhäuser. Die Leute in den Wohnbuden hatten wenig Geld, aber mitunter große Träume. Dann konnten sich dramatische Dinge ereignen.

 

Im Juli 2014 veranstaltete die britische Oral History Society ihren jährlichen Kongreß, diesmal zum Thema "Community Voices: Oral History On The Ground". Angefragt waren selbstreflektieren Beiträge zur Rolle von Oral History im kommunalen Feld. Wir bewarben uns mit einem Vortrag zu unserer "Philosophie", aber auch den Grenzen des "Digitalen Heimatmuseums". Der zweitägige Kongreß war international besucht, zurück kehrten wir mit vielen spannenden Anregungen.

In this moving docu-drama, some 70 years after British forces crossed the Rhine (March 24, 1945) Bremen historian Diethelm Knauf and the History and Culture Centre in Bremen’s harbour district Walle re-visit peoples' reactions when they came face to face with the "enemy". Achim Saur scoured state archives and Knauf researched British and US archives, even travelling to the UK to video-record interviews with members of the Scottish 51st Highland Division - one of three which captured the city.

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