1932 gründeteten sich in Thüringen die Deutschen Christen, als nationalsozialistischer Ableger der protestantischen Kirche. Im Sinne der NS-Ideologie strebten sie eine Gleichschaltung religiöser Organisationen an. In den ersten Jahren nach Hitlers’ Machtergreifung schlosen sich viele Gemeinden dem neuen Dachverband an. Auch in Bremen trieben die Deutschen Christen unter Führung des Dompastors Weidemann die Eingliederung voran. Friedhelm Denkhaus, neuer Pastor in Immanuel, musste sich für den zukünftigen Weg seiner Gemeinde entscheiden. Sein Bekenntnis zur Trennung von Staat und Kirche kam schnell – und blieb erwartungsgemäß nicht ohne Folgen. Und auch der Krieg selbst sollte die Immanuel-Gemeinde auf eine harte Probe stellen. 

In den Westen gehen? Das war für viele polnische Familien eine schwierige Frage. Bleiben in Ortschaften, wo alle den gleichen Schuh aus dem Konsum tragen, oder Aufbrechen in eine ungewisse Zukunft? Auch die mutigeren jungen Migranten erschraken vor den überquellenden Regalen bei Karstadt. Da gab es "Milch, die steht."

Ein schmuckloser Grabstein auf dem Wasserhorster Friedhof erinnert an eines der brutalsten Verbrechen der Nachkriegszeit.
NS-Opfer, ehemalige Zwangsarbeiter, waren zu Tätern geworden, hatten im November 1945 im Bremer Blockland einen Bauernhof überfallen und zwölf Menschen erschossen. Nur einer überlebte das Massaker - und gerade er reichte den Schuldigen die Hand. Ein ungewöhnlicher Fall von Vergebung - zumal für eine Zeit, in der die Versöhnlichkeit nicht hoch im Kurs stand.

Aus ganz Bremen zogen die Leute mit dem Handwagen zum Gaswerk, um dort Koks zu kaufen. Dort war er am billigsten.