Am 24. Juni zog ein endloser Trauerzug von St. Marien zum Waller Friedhof. Beerdigt wurden an diesem Tage vier sechsjährige Schülerinnen der katholischen Marienschule am Steffensweg, die dem Amok eines "Lehramtskandidaten" zum Opfer gefallen waren.

Umstritten war, handelte es sich um die Tat eines Wahnsinnigen oder stand sie im Zusammenhang mit den konfessionellen Spannungen im Kaiserreich?

Zwischen Millionären und Kleinbürgern

Familie Jacoby lebte vom Ofensetzen und dem Handel mit Öfen. Irgendwann in den Zwanziger Jahren, etliche vermögende Familien hatten in der Weltwirtschaftskrise ihre Häuser zu Geld machen müssen, konnte die Familie aus der Frühlingsstraße im engen Rembertiviertel an den noblen Osterdeich umziehen. Hier lernte Tochter Jacoby den Reichtum der Schulfreundinnen kennen.

Tristesse im Überseehafen.  Das alte Hafenkonzept war an seine Grenzen gestoßen. Nach dem Aus des "Vulkan" drohte die nächste Katastrophe: ein asiatischer Investor prüfte den Kauf der altehrwürdigen Bremer Lagerhausgesellschaft. Heinz Bamberger gestaltete den Wandel zum internationalen Logistikkonzern mit.
 

Im Winterhalbjahr veranstaltet das Geschichtskontor das "Erzählcafé" auf der MS-Friedrich. In anheimelnder Atmosphäre kommen Gäste zu Wort, die in ungezwungener Umgebung bei "Kaffee und Keks" von ihren Erfahrungen auf See, im Hafen oder auf der Werft berichten. Begleitet von Günter Reichert von der Gröpelinger Geschichstwerkstatt, erzählte Heinz Rolappe 2012 vom Verein "Use Akschen".
Mehrere Audios,  7 min

Mitten im Dorf hat der Bildhauer Eberhard Szejstecki den Arster Steinsetzern ein Denkmal gesetzt. Ganze Dynastien von Steinsetzerfamilien sind hier zu Hause. Großvater, Vater, Sohn, Onkel, Bruder - allesamt Steinsetzer, das ist nicht außergewöhnlich. Von manchen Jahrgängen gingen beinah alle Schulabgänger bei den Steinsetzern in die Lehre. Bis heute sind sie stolz auf ihre Arbeit.