Stadt am Fluss

Erst seit kurzem hat Bremen wieder entdeckt, daß es eine „Stadt am Fluß“ ist. Inzwischen wächst der Bestand des Geschichtskontors auch zu diesem Thema. Die alte Schlachte (von „slait“, den Pfählen zur Uferbefestigung) als Hafen und Umschlagsplatz und der Teerhof mit seinen Packhäusern prägten das alte Bremer Stadtbild.

weiter lesen >>>

„Muggenburg“ und „Alter Westen“

Die Muggenburg
Schon vor dem Bau der stadtbremischen Häfen siedelte sich im Westen an der Weser Gewerbe und die erste Bremer Industrie an, so die Eisengießerei Waltjen und die Mineralölfabrik von Korff, auch gab es eine Siedlung mit Kalkbrennerei. Mit der Eröffnung des Freihafens 1888 entstanden dichte Wohngebiete – durchmischt mit kleineren und größeren Gewerbebetrieben.

weiter lesen >>>

Utbremen

Ut-Bremen
Heute heißt der ganze Stadtteil zwischen Waller Friedhof, Landwehrstraße, Doventorsteinweg und den Häfen „Walle“ – in seiner Entstehungsgeschichte sind hier aber unterschiedliche Gebiete aufgrund der Industrialisierung zusammengewachsen. Ursprünglich lag Utbremen direkt vor dem Stephani- und Doventor, auf der Karte nach 1875 deutlich als schon bebautes Gebiet gegenüber dem noch dörflich abgeschiedenen Walle zu erkennen.

weiter lesen >>>

Fest verankert

Jugendfreizeitheime, „Freizis“, das wäre in den 1950er Jahren ein Fremdwort gewesen. Jugendarbeit fand in den Sportvereinen statt – und in den Kirchengemeinden. In Walle hatte sich vor allem die Immanuelgemeinde auf diesem Gebiet stark engagiert. Gemeindehaus und Kapelle in der Elisabethstraße, beide eher unscheinbar in die Häuserreihe eingefügt, wurden für Generationen von Jugendlichen zur zweiten Heimat.

weiter lesen >>>

Wie wird man Chef im „Golden City“

Mit dem Radio- und Fahrradgeschäft war es nicht gut gegangen. Dafür startete Hermann Uhlhorn 1957 eine Karriere auf Bremens sündiger Meile an der Nordstraße. Voraussetzung für seinen Aufstieg zum Geschäftsführer: Der Mann musste schlagkräftig sein.

 

weiter lesen >>>

Ein ungewöhnlicher Arbeitsbeginn

Der erste Arbeitstag der neuen, noch sehr jungen Sekretärin des Hafengesundheitsamtes, Anita Jerzembeck, ist mit viel Aufregung verbunden. Sie wird unter anderem die Gesundheitschecks der Frauen aus dem Rotlichtviertel im Hafen durchführen müssen.
Sie begegnet ihnen früher, als sie denkt.

weiter lesen >>>

„Was ich alles lernen mußte“ – Eine Kaisenhausgeschichte

zum Nachhören bitte anklicken:

 
1944 ausgebombt. So zieht Frau Spychala, Jahrgang 1916, mit ihrem Mann und dem übrig gebliebenen Hab und Gut ins Gartenhaus, Zaunkönigweg 8. Nach Kriegsende wird daraus ein Kaisenhaus.

Es war ein langsamer Aufbau: Berechtigungsschein fürs Steineklopfen in zugeteilten Trümmern, „angeflickte“ Anbauten nach und nach, pinseln statt tapezieren – alles neben ihrer Arbeit im Krankenhaus.

weiter lesen >>>

Große Träume in der „Wohnbude“

Schon in den 1920er Jahren bauten die ersten Bremer eine Art Kaisenhäuser im Grünen, auf Erbpachtland der Bauern. Der Senat sah das nicht gerne, duldete diese „wilden“ Siedlungen angesichts des Wohnungsmangels aber notgedrungen. „Wohnbuden“ nannte er diese kleinen Häuschen aus Holz, die aber meist größer waren als die nach dem 2.

weiter lesen >>>

Kindheit in Trümmern

Einen Abenteuerspielplatz brauchten die Bremer Butjer in den 1950er Jahren ganz bestimmt nicht. Die Trümmerlandschaft im zerstörten Bremer Westen war für die Kinder der natürliche Spielplatz. Herbert Poppe aus Utbremen sieht die zerstörte Stadt noch deutlich vor sich.

weiter lesen >>>

Immanuel im Nationalsozialismus

1932 gründeten sich in Thüringen die Deutschen Christen, als nationalsozialistischer Ableger der protestantischen Kirche. Im Sinne der NS-Ideologie strebten sie eine Gleichschaltung religiöser Organisationen an. In den ersten Jahren nach Hitlers’ Machtergreifung schlossen sich viele Gemeinden dem neuen Dachverband an. Auch in Bremen trieben die Deutschen Christen unter Führung des Dompastors Weidemann die Eingliederung voran.

weiter lesen >>>

1913 – Amok in der Marienschule

Am 24. Juni zog ein endloser Trauerzug von St. Marien zum Waller Friedhof. Beerdigt wurden an diesem Tage vier sechsjährige Schülerinnen der katholischen Marienschule am Steffensweg, die dem Amok eines „Lehramtskandidaten“ zum Opfer gefallen waren. Umstritten war, handelte es sich um die Tat eines Wahnsinnigen oder stand sie im Zusammenhang mit den konfessionellen Spannungen im Kaiserreich?

weiter lesen >>>

Café König – Ein Familienbetrieb

Über 10 Jahre stand Ursula Stütelberg, genannt „Ulli“, im Lokal ihres Vaters hinter dem Tresen. Bis ins 15. Jahrhundert lässt sich die Kneipentradition der Familie zurückverfolgen, so haben die König’s herausgefunden. Georg „Schorse“ König lernte das Kneipenleben zuerst im legendären „Fährhaus Wähmann“ kennen, später eröffnete er sein eigenes Lokal – „Zu den drei Linden“ – am Steffensweg.

weiter lesen >>>

Harte Arbeit in der „Jute“

Als 14jähriges Mädchen begann Ella Schrader 1930 ihre Arbeit in derselben Fabrik, die einst die Mutter aus Polen angeworben hatte: in der „Bremer Jute Spinnerei und Weberei“. Sie wollte raus aus der Fabrik.

Hören sie auch in die Liebesgeschichte zwischen der Katholikin Ella Schrader und einem Kommunisten:
Und lesen Sie den umfassenden Beitrag von Hermann Sandkühler und Cecilie Eckler von Gleich zur Geschichte der Jute:

Interview: Birgitta Herzer und Achim Saur mit Ella Schrader
Schnitt: Birgitta Herzer (Die etwas längere Originalversion ist im Kulturhaus einsehbar)
Filmische Collage: mediabuero.de

Verwandte Themen: | Arbeitswelten | Walle

weiter lesen >>>