Quälerei auf der Werft

„Hart aber herzlich – eine Bande wie Seeräuber“. So sieht Heinz Rolappe seine Gruppe vom Rohrbau in der Nachkriegszeit. Die Arbeit auf der AG Weser war geprägt von extrem harten Bedingungen. Muskelkraft war besonders gefragt.

 

Die AG Weser in der Nachkriegszeit
Die vollständige Demontage der AG Weser, die im Oktober 1945 angeordnet wurde, war wohl die härteste Maßnahme, die Bremen nach dem Krieg erfuhr. Kein Argument konnte die Alliierten umstimmen, und so mussten die Arbeiter die Werftanlagen zerlegen. Sie gelangten als Reparationsgut in die Sowjetunion.

Der Belegschaft, die faktisch ihre eigenen Arbeitsplätze vernichten musste, wurde auch nicht erspart, die Sprengung der Hochhelling im März 1948 mitzuerleben. Doch schon im selben Jahr erhielt die AG Weser die Genehmigung zur Durchführung von Maschinenbau und Schiffsreparaturen. Die Wiederaufnahme des Schiffsbaus begann nach dem Washingtoner Abkommen vom 13.04.49. Die Bedingungen auf der Werft waren jedoch abenteuerlich, da es noch an vielem mangelte.

Interview: Achim Saur mit Heinz Rolappe und Heinz Benatz, 2007
Schnitt / Recherche / Text: Birgitta Herzer, 2008
Foto: Geschichtskontor, Domaszke

Mehr in der großen Chronik von Barfuß et. al., Bd.1, Geschichte der Freien Hansestadt Bremen, Temmen 2008


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