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Kapitänsgeschichten

Zum 150sten Jubiläum des nautischen Vereins „Columbus“ veranstaltete das Geschichtskontor Brodelpott das Festprogramm. Frauke Wilhelm und die „Gute-Band“ führten durch den Abend, zwei filmische Collagen beschreiben die Seefahrt der 50er Jahre und der Gegenwart.

Alte Fahrensleute erinnern sich, wie sie von zuhause durchbrannten, sich vom Moses zum Matrosen heraufarbeiteten, bis sie die Seefahrtsschule besuchen konnten. Studenten und der Leiter der nautischen Ausbildung berichten vom heutigen Alltag, Experten diskutieren. In Filmsequenzen und Talkrunden entsteht ein Panorama Bremer Schifffahrt bis zur Globalisierung.

2007, 50 min, 12,50 Euro, erhältlich im Kulturhaus Walle


Walle-Blues 1- „Die Kneipe“, Irgendjemand ist immer da, den man kennt

Mit der Industrialisierung löste die Kneipe den Gasthof ab. Hier lernten sich die Neubremer nach Feierabend kennen und konnten für kurze Zeit den Alltag in ihren kleinen Wohnungen vergessen. Ein Jahrhundert exemplarische Kneipengeschichten aus Walle, berichtet von Zeitzeugen und kommentiert von dem passionierten Kneipengänger und Soziologen Thomas Krämer-Badoni. Und im musikalischen Programm natürlich Paulchen Kuhn: ‚Es gibt kein Bier auf Hawaii‘. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung im ‚Hart Backbord‘.

2003, 70 min, 5 €, erhältlich im Kulturhaus Walle


Walle-Blues 2 – „Die Küste“, Die Taschen waren voller Geld

Als der Bremer Hafen noch brummte, kreuzten sich an der Nordstraße die Wege von Matrosen, Hafenbeschäftigten und Bremer Freunden des Rotlichts. An der sogenannten „Küste“ pulsierte das Leben. Vom „Arizona“ bis zum berühmt-berüchtigten „Golden City“ reihten sich die Lokale aneinander. Bis 5 Uhr morgens rollte hier der Rubel, standen die Gäste in mehreren Reihen vor der Theke der „Bambus Bar“.

In vier Kapiteln berichten Zeitzeugen von Bremens „sündigen Meile“. Unser Hit im Offenen Kanal Bremen, immer wieder nachgefragt und neu auf Sendung gebracht.

2004, 50 min, 12,50 €, erhältlich im Kulturhaus Walle 


La Paloma – Einmal muss es vorbei sein
Eine musikalische Hafencollage

Eine musikalische Collage aus maritimen Bildern, kommentiert mit Interpretationen des Welthits ‚La Paloma‘. Die süße Version zum Abendrot am Hafen, die harte Fassung zur Knochenarbeit am Kai und der denkbar traurigste Jazz zur Verschüttung des Überseehafens.

In 22 Minuten erleben Sie einen historischen Rundgang, vom Bau des Freihafens 1888 bis zum Verschwinden des einst zentralen Überseehafens im Jahr 1998. Am Ende legen die Schiffe an der Containerkaje in Bremerhaven an. ‚Einmal muß es vorbei sein‘ mit der Beschwörung der vergangenen Bremer Hafenherrlichkeit.

Eine Produktion zum „Überseefest“ im Juli 2005, 22 min, 10 €


18. August 1944 – Bremens schwerster Bombenangriff

Im August 1944 erlitt Bremen seinen schwersten Bombenangriff. Ganze Stadtviertel verwandelten sich in ein unbewohnbares Areal. Die DVD lässt Zeitzeugen berichten und zeigt Bilder von der Zerstörung des Bremer Westens.

2005, 20 min, 10 €, erhältlich im Kulturhaus Walle

 

 

 

 


Fluss-Geschichten
Badestrand und Riesentanker

„Stadt am Fluß“, das war für die Bremer lange Zeit kein Thema, es war selbstverständlich. Noch in der Nachkriegszeit zogen die Bremer mit ihrem Picknick-Köfferchen an die Weser und hüllten sich zum Baden in die züchtigen Bedeckungen der Zeit. Doch dann kamen die Riesentanker und Bremen kämpfte mit einer Flussvertiefung nach der anderen um den Anschluß an die moderne Schiffahrt. Von den Stränden blieb allein das Biotop rund um das „Café Sand“.

 

2007, 55 min, 12,50 € , erhältlich im Kulturhaus Walle


Lehrjahre beim Lloyd
Ein Hörbild von C. Spiess und S. Murken

Wir wollten über das Pauken hinaus, sagt der ehemalige Chef der kaufmännischen Lehrlinge beim Norddeutschen Lloyd. In den 50er und 60er Jahren entwickelte der Bremer Weltkonzern ein Ausbildungssystem, das sowohl traditionelle wie erstaunlich moderne Vorstellungen miteinander verknüpfte. Da gab es einerseits einen Ausbildungsleiter, der seine Lehrlinge strengen Anforderungen unterwarf und eine absolute Autorität darstellte. Gleichzeitig enthielt das Ausbildungsprogramm Anteile einer damals avantgardistischen Reformpädagogik, die das gemeinsame Erleben des Segelfliegens und die Verantwortung für die Wartung der Flugzeuge beinhaltete.
Das Hörbild beschreibt einen Mikrokosmos , der von einem Kapitel Bremer Reedereigeschichte erzählt: von Tropen, die man riechen kann, vom Rathaus, über dem die Lloyd-Flagge prangte und von Lehrlingen, die dort auch das Segelfliegen lernten.

5 €, erhältlich im Kulturhaus Walle


„Ja, das war also die HAG …“
Filmische Collage von Stefan Heesch

Der Bremer Hafen brachte einst viele exotische Waren nach Bremen, darunter auch Kaffee. So entstand auch die weltweit operierende Firma Kaffee HAG, dann komplettierten Kaba und Onko das Sortiment. In den besten Jahren arbeiteten bis zu 1500 Menschen am Holz-und Fabrikenhafen.

Als 1979 General Foods die Firma übernahm, hoffte mancher: „Die kommen jetzt mit Koffern voll Dollars und wir kommen ganz groß raus. Dabei war das ja entgegengesetzt. Die haben gekauft, um Profit zu machen. Geblieben sind allein die Marken-Namen. In den Erinnerungen der Ehemaligen entsteht ein Bild aus der Zeit des Rheinschen Kapitalismus, als die Soziale Marktwirtschaft für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt stand.

5 €, erhältlich im Kulturhaus Walle


Bücher


C. Eckler-v.Gleich, H.G.Prigge, N. Ritter, Die alten Hafenquartiere 1860 – 1945, „Alter Westen“ und Muggenburg, Ein photographischer Streifzug, Bremen 1999, Temmen

Die alten Hafenquartiere sind Geschichte, der Schwerpunkt des Hafenumschlags findet inzwischen in Bremerhaven statt. Die „Muggenburg“, ein Stadtviertel mit Gewerbe und Wohnen zwischen Wallanlagen und Europahafen, ist im Zweiten Weltkrieg von der Landkarte verschwunden. Ebenso die gesamte Wohnbebauung links der Nordstrasse.

15,90 €, erhältlich im Kulturhaus Walle



Cecilie Ecker-v. Gleich, Walle – Utbremen 1860 – 1960, Ein fotographischer Streifzug, Bremen 2007, Temmen

Nachdem das vorherige Buch seit mehreren Jahren vergriffen ist, gibt es seit Sommer 2007 einen völlig überarbeiteten und umfangreicheren Band zur Geschichte von Walle und Utbremen. Mit mehr als 240 historischen Aufnahmen aus der Zeit um 1900 bis 1960 wird die Geschichte der verschiedenen Quartiere in einzelnen Kapiteln dargestellt: Bilder von der Waller Heerstraße, dem Osterfeuerbergviertel, den zentralen Straßenzüge wie Vegesacker- und Bremerhavener Straße, dem Steffensweg und der Nordstraße.

9,90 €, erhältlich im Kulturhaus Walle



Cecilie Eckler v. Gleich, Das Stephaniviertel – 1860-1960, Ein Photographischer Streifzug, Bremen 2008, Temmen

Mit dem Umzug von Radio Bremen und der VHS ist das Stephaniviertel im Umbruch, die Anbindung an die Überseestadt setzt neue Impulse. Aus diesem Grund lohnt ein Blick in die Geschichte und Entwicklung der westlichen Bremer Altstadt. Aus umfangreichen Bildsammlungen hat Cecilie Eckler-von Gleich einen photografischen Streifzug erarbeitet, der die Zeit zwischen 1900 bis 1960 zum Schwerpunkt hat und das Gebiet zwischen Brill und Doventor ausführlich beschreibt.

15,90 €, erhältlich im Kulturhaus Walle