Asbest

Heute ist Asbest vor allem ein Problem: Gesundheitsschäden, verseuchte Gebäude und Deponien. Dabei galt Asbest einmal als Wunderfaser: Es ist hitze- und säurebeständig, isoliert hervorragend, kann gut verwoben werden. In den 1960er und 1970er Jahren haben die Hafenarbeiter im Bremer Hafen ganze Schiffsladungen voll Asbest ausgeladen.

Die Vorzüge von Asbest waren bereits den alten Griechen und Römern bekannt, schon Plinius der Ältere berichtet von feuerfester Kleidung aus Asbestfasern. Im Mittelalter vergessen, wurde Asbest Anfang des 19. Jahrhunderts wiederentdeckt. Lange Zeit galt Asbest galt als der ideale Baustoff, vielfältig einsetzbar, im Schiffs- und Häuserbau, zur Isolation, als Brandschutz oder Dämmmaterial.

Allerdings weiß man auch schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts von der Gefährlichkeit des Stoffes, von der Asbestose, die Asbest auslösen kann. Und seit den 1940er Jahren, dass die Asbestbelastung Lungenkrebs verursacht. Und doch hat es noch bis 2005 gedauert, bis Asbest EU-weit verboten wurde.


Hören Sie auch die Geschichte vom Kampf gegen Asbest auf der Vulkan Werft >>

Interview: Wilfried Brandes, Sabine Murken mit Friedrich Bruns, 2009
Schnitt: Sabine Murken, 2011

Recherche und Text: Christine Spiess, 2011
Fotos: Umschlagsgut Asbest, Kulturhaus Walle / Hafenarchiv

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