Bremen in der Hanse – Ein unbequemer Bundesgenosse

Sie hatten zu viel Selbstbewusstsein, die Bremer. Rund um die Nordsee hatten sie sich schon vor Auftreten der Hanse ein starke Position erkämpft, besaßen wichtige Privilegien in Bergen wie in London. Als nun auch die Lübecker und Hamburger ihr bisheriges Geschäft von der Ostsee in die Nordsee ausdehnten und auch im Bremer Revier Handel treiben wollten, waren diese „Kollegen“ den Bremern lästig. weiter lesen >>>

Die Mission an der Balge – Ursprung Bremens

Die Balge, einer von unzähligen Nebenarmen der mittelalterlichen Weser, sollte zum Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Großstadt werden. Zwanzig Kilometer erstreckte sich die Bremer Düne am Ufer der Weserniederung mit ihren zahlreichen Nebenarmen. Auf diesen Anhöhen zwischen Grambke und Mahndorf, sicher vor Überschwemmungen, siedelten seit vorrömischen Zeiten Sachsen. weiter lesen >>>

Migrationen – Vom Elend und dem Reiz der Fremde

Zusammen mit Dirk Hoerder, inzwischen international renommierter Forscher für globale Migrationen an der State Arizona University, hat Diethelm Knauf 1992 die Ergebnisse eines Bremer Forschungsprojekts zur  Auswanderung veröffentlicht. Für das Digitale Heimatmuseum hat er für uns einen Text zu den zwei entscheidenden Motiven von Migration verfasst, den sogenannten „Push- und Pull-Faktoren“:

Migration prägte und prägt die Existenzbedingungen vieler Menschen, auch in Europa. weiter lesen >>>

Ein verschwundener Stadtteil – Vor dem Doventor

Dieser neugotische Prachtbau der Michaeliskirche bildete einst den Mittelpunkt des Doventorsviertels, benannt nach dem mittelalterlichen Durchlass in der Stadtmauer, dem Doventor. Doch 1945 stand hier kaum noch ein Stein auf dem anderen.

Zur Jahrhundertwende, als die Industrialisierung in Bremen Fahrt aufnahm und damit der Stadt einen neuen Wohlstandein bescherte, waren auch die Mittel für ein repräsentativen Kirchenbau im Stil der Zeit vorhanden. weiter lesen >>>

Arbeit und Freizeit

Dorfschmiede in Rablinghausen, um 1900
Viele Jahrhunderte bildete die Landwirtschaft die Lebensgrundlage der Menschen in den Dörfern der bremischen Landgebiete. Schmiede waren geachtete Dorfbewohner, sorgten sie doch dafür, dass Pflugscharen, Wagendeichseln oder Pferdegeschirre jederzeit repariert werden konnten. Bis 1860/61 gab es keine Gewerbefreiheit und keine Recht auf Freizügigkeit, d.h. weiter lesen >>>

Verschwundene Quartiere – „Muggenburg“ und „Alter Westen“

Die Muggenburg
Schon vor dem Bau der stadtbremischen Häfen siedelte sich am Weserufer im Bremer Westen die erste Bremer Industrie an, so die Eisengießerei Waltjen und die Mineralölfabrik von Korff, auch gab es eine Kalkbrennerei mit einer kleinen Siedlung. Mit der Eröffnung des Freihafens 1888 entstanden dichte Wohngebiete – durchmischt mit kleineren und größeren Gewerbebetrieben und Speichern. weiter lesen >>>

Utbremen

Heute heißt der ganze Stadtteil zwischen Waller Friedhof, Landwehrstraße, Doventorsteinweg und den Häfen „Walle“ – in seiner Entstehungsgeschichte sind hier aber unterschiedliche Gebiete aufgrund der Industrialisierung zusammengewachsen. Ursprünglich lag Utbremen direkt vor dem Stephani- und Doventor, auf der Karte nach 1875 deutlich als schon bebautes Gebiet gegenüber dem noch dörflich abgeschiedenen Walle zu erkennen. weiter lesen >>>

Fest verankert

Jugendfreizeitheime, „Freizis“, das wäre in den 1950er Jahren ein Fremdwort gewesen. Jugendarbeit fand in den Sportvereinen statt – und in den Kirchengemeinden. In Walle hatte sich vor allem die Immanuelgemeinde auf diesem Gebiet stark engagiert. Gemeindehaus und Kapelle in der Elisabethstraße, beide eher unscheinbar in die Häuserreihe eingefügt, wurden für Generationen von Jugendlichen zur zweiten Heimat. weiter lesen >>>

Die Atlas Werke

Für die Menschen in Woltmershausen und Rablinghausen waren die Atlas-Werke am gegenüberliegenden Weserufer ein bedeutender Arbeitgeber. Über Jahrzehnte liefen hier Schiffsneubauten vom Stapel, daneben produzierte man technisches Zubehör wie Propeller, Rudermaschinen, Echolote, Kessel, auch Radaranlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen schiffbauunabhängige Fabrikationsbereiche wie Meerwasserentsalzungsanlagen hinzu. weiter lesen >>>

Walle – Vom Dorf zur Vorstadt

Ursprünglich war es ein Dorf. Dann kam der Hafen und die Industrialisierung, die Bauern verkauften ihr Land und wurden reich. Sie bauten sich kleine „Villen“, die sie sich in der Stadt abgeschaut hatten. In unmittelbarer Nachbarschaft stand dann noch das alte Haus des Landarbeiters, der inzwischen von der Abfuhr der Fäkalien aus den Häusern der neu zugezogenen Waller lebte. weiter lesen >>>

Faszination Norddeutscher Lloyd

Ehemalige Reedereilehrlinge und ihr Lehrherr berichten davon, wann und wie sie der Mythos „Norddeutscher Lloyd“ angelockt und gepackt hat.

Die Reederei versprühte den „Duft der weiten Welt“, sie stand für ehrwürdige Kontinuität eines  weltweit erfolgreich tätigen Bremer Konzerns. Ihre modernen Schiffe lagen in ewiger Konkurrenz mit dem Hamburger Rivalen „Hapag“ und holten mehrmals die internationale begehrte Trophäe für die schnellste Querung des Atlantik – das „Blaue Band“. weiter lesen >>>

Kampfplatz Schnoor

Der ganze Schnoor in den frühen 50er Jahren war eine „Wüste Stätte“. Der Senat wollte das Viertel mit dem Schnoor-Statut restaurieren, „König Richard“ aber plante ein Hochhaus mit Freiflächen. Hätte der mächtige SPD-Fraktionschef Richard Boljahn, der „König“, sich durchgesetzt, wären wie im Stephaniviertel die letzten winkeligen Gassen aus der Altstadt verschwunden. weiter lesen >>>

Das Stephaniviertel – Hinter der Mauer

Das Stephaniviertel entstand als natürliche Siedlung auf einem der höchsten Dünenhügel entlang der Weser. Die Karte von 1300 zeigt, diese eigenständige Siedlung lag damals vor den Toren der Bremer Altstadt.  Angrenzend an St. Steffen trieben die Bewohner ihre Tiere seit 1139 auf die Stephanikirchenweide (Schweineweide), wo später, nach dem Verkauf an die Stadt, der Freihafen 1888 eröffnet wurde. weiter lesen >>>

„Digitales Heimatmuseum“ – Ausgezeichnet

Der seit 1996 von der Wittheit zu Bremen ausgelobte Preis für Heimatforschung geht in diesem Jahr an das Kulturhaus Walle Brodelpott! Jährlich wird diese Auszeichnung für „eine hervorragende Arbeit aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen, kulturwissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen Heimatforschung“ vergeben.

Die Komission hob besonders den innovativen Aufbau des Geschichtsportals „Digitales Heimatmuseum“ hervor. weiter lesen >>>

Die rote Steinsetzerfahne

Viele Bremer „Strootenmakers“ kamen aus dem Steinsetzerdorf Arsten. Aber auch die Straßenbaufirmen stammten aus Arsten. Hier entstanden im 19. Jahrhundert ab 1860 die ersten Unternehmen. Über 100 Jahre waren fast alle Bremer Straßenbaufirmen in Arsten ansässig. Das heißt, Arbeiter und Unternehmer waren Nachbarn – im Arbeitskampf allerdings standen sie auf verschiedenen Seiten. weiter lesen >>>

Immanuel im Nationalsozialismus

1932 gründeten sich in Thüringen die Deutschen Christen, als nationalsozialistischer Ableger der protestantischen Kirche. Im Sinne der NS-Ideologie strebten sie eine Gleichschaltung religiöser Organisationen an. In den ersten Jahren nach Hitlers’ Machtergreifung schlossen sich viele Gemeinden dem neuen Dachverband an. Auch in Bremen trieben die Deutschen Christen unter Führung des Dompastors Weidemann die Eingliederung voran. weiter lesen >>>

1913 – Amok in der Marienschule

Am 24. Juni zog ein endloser Trauerzug von St. Marien zum Waller Friedhof. Beerdigt wurden an diesem Tage vier sechsjährige Schülerinnen der katholischen Marienschule am Steffensweg, die dem Amok eines „Lehramtskandidaten“ zum Opfer gefallen waren. Umstritten war, handelte es sich um die Tat eines Wahnsinnigen oder stand sie im Zusammenhang mit den konfessionellen Spannungen im Kaiserreich? weiter lesen >>>

„Vom Ernst des Lebens“ – Schulen im Stadtteil

Bereits Ende des 17. Jahrhunderts existierte in Rablinghausen eine Kirchspielschule, die im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut wurde. Auch die Lankenauer Kinder besuchten seit Einführung der allgemeinen Schulpflicht 1844 die Einrichtung im Nachbardorf.

In den 1930er Jahren wurde ein Neubau durch den Zuzug vieler kinderreicher Familien in die sogenannte „Siedlung“ unumgänglich. weiter lesen >>>

Café König – Ein Familienbetrieb

Über 10 Jahre stand Ursula Stütelberg, genannt „Ulli“, im Lokal ihres Vaters hinter dem Tresen. Bis ins 15. Jahrhundert lässt sich die Kneipentradition der Familie zurückverfolgen, so haben die König’s herausgefunden. Georg „Schorse“ König lernte das Kneipenleben zuerst im legendären „Fährhaus Wähmann“ kennen, später eröffnete er sein eigenes Lokal – „Zu den drei Linden“ – am Steffensweg. weiter lesen >>>

Kampf gegen Asbest auf der Vulkan-Werft

Asbestose – eine Diagnose, die Schrecken verbreitet. Auch der Schiffs- und Stahlbauschlosser Fritz Bettelhäuser arbeitete auf der Werft lange Zeit mit dem krankmachenden Stoff, ebenso wie sein Kollege Ralf Spalek. Für die Liste „Echolot“, eine linke Opposition gegen die SPD-Gewerkschaftler, organisierten die Betriebsräte den Widerstand gegen Asbest. weiter lesen >>>

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